Zehn Gründe für den Zusammenbruch der Evolutionstheorie
Der Zusammenbruch der Evolutionstheorie resultiert aus einer Vielzahl naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse. Zehn Argumente werden im Folgenden kurz vorgestellt.
Erstes Argument:
Wissenschaftstheoretischen
Grundsätzen zufolge ist die Evolutionstheorie wie jedes andere wissenschaftliche
Konzept falsifizierbar. Laut Darwin bricht sie durch den empirisch abgesicherten
Nachweis von nichtreduzierbar-komplexen Biosystemen in sich zusammen.
Ein
augenfälliger und chemisch gut untersuchter Beleg ist die Verteidigungswaffe der
Bombardierkäfer. Durch das Abschießen eines giftigen, bis zu 100 Grad Celsius
heißen Wehrsekrets aus einer über dem After liegenden „Zwillingskanone“ können
sie kleinere Angreifer wie Ameisen töten oder vertreiben und größere Feinde wie
Frösche, Vögel oder Mäuse wirksam abschrecken.
Die im Hinterleib liegende,
paarig ausgebildete Verteidigungswaffe besteht aus zwei Sekretdrüsen mit
Ausführgang, einer Sammelblase und einer Explosionskammer aus Chitin. Durch
Mischen der reaktiven Chemikalien Wasserstoffperoxid und Hydrochinon wird in der
Explosionskammer unter Zugabe der Aktivatoren Katalase und Peroxidase ein heißes
Gasgemisch erzeugt und mit einem Knall über zwei Nebenafteröffnungen auf den
Angreifer abgefeuert. Es riecht übel, wirkt ätzend auf der Haut und kann das
Sehen und/oder die Motorik beeinträchtigen. Beispielsweise kann eine getroffene
Ameise bei der Flucht krampfähnliche Anfälle bekommen, wobei sie die Beine von
sich streckt und gegen den Boden trommelt. Das zwanghafte Verhalten wirkt ihrem
Fluchtvorhaben entgegen.
Der Verteidigungsmechanismus funktioniert nur, wenn
alle Bestandteile fertig vorliegen sowie strukturell und funktionell exakt
aufeinander abgestimmt sind. Hätten Vorfahren der heutigen Bombardierkäfer die
durch Nervenverbindungen, Muskeln und Enzyme gesteuerte Waffe mit Drüsen für die
Produktion von Hydrochinon und Wasserstoffperoxid, einer Sammelblase mit
Hemmstoff zum längeren Klarhalten der Wirkstoffe und Ablassventilen zum Öffnen
und Schließen des Reaktionsraums sowie einer verletzungssicheren
Explosionskammer mit umhüllenden Drüsenzellen zum Erzeugen von Katalase und
Peroxidase schrittweise entwickelt, wäre es ein Material und Energie
verschwendendes Experiment mit Selbstverletzungsrisiko gewesen. Die den
Organismus belastenden, funktionslosen Fragmente wären selektiv entfernt worden.
Und nur Bombardierkäfer ohne die Verteidigungswaffe hätten überlebt, was aber
nicht der Realität entspricht.
Zweites Argument:
Durch die
vorliegenden Resultate der Analogie- und Homologieforschung sowie molekularer
und genetischer Vergleichsstudien wird die Evolutionstheorie ebenfalls ernsthaft
in Frage gestellt.
Morphologische, physiologische, molekulare und genetische
Übereinstimmungen sind kreuz und quer in der Lebenswelt verteilt. Sie verweisen
auf eine mehrmalige Entstehung und bereiten aus evolutionsbiologischer Sicht
gravierende Erklärungsprobleme.
So besitzen die Wirbeltiere und Tintenfische,
einige Muscheln, Schnecken und Ringelwürmer sowie die Würfelqualle Tripedalia
cystophora ein Sehorgan mit Linse und Netzhaut. Die Echoortung findet sich bei
Fledermäusen, Flughunden, Spitzmäusen und anderen Kleinsäugern, Delfinen und
anderen Zahnwalen sowie manchen Vögeln wie den südamerikanischen Fettschwalmen
und südostasiatischen Salanganen. Das stabile Polysaccharid Chitin kann von
Arm-, Glieder- und Stummelfüßern, Bart-, Igel-, Ringel- und Zungenwürmern,
Hemichordaten, Pilzen und Algen gebildet werden.
Zum favorisierten
Homologiekonzept der Evolutionsbiologie passt nicht, dass homologe
Adultstrukturen, homologe ontologische Entwicklungswege und homologe Gene öfters
nicht kongruent sind. So unterscheiden sich die verschiedenen Wirbeltierklassen
in den ersten Entwicklungsstadien der Ontogenese sehr deutlich. Die
Extremitätenknochen entstehen bei diversen Wirbeltierarten aus verschiedenen
Abfolgen bei der Knorpelbildung. Teile der Grundausstattung der Wirbeltiere wie
das Neuralrohr, die Vorniere und der Verdauungstrakt entstehen auf
unterschiedlichem Weg. Die Speiseröhre bildet sich bei den Neunaugen, Haien,
Fröschen und Echsen aus verschiedenen Embryonalanlagen. Homologe Regulationsgene
sind manchmal für die ontogenetische Bildung nicht-homologer Merkmale zuständig.
So beeinflusst das Brachyury (T)-Gen bei Insekten die Bildung des Enddarms, bei
Wirbeltieren die Chordabildung.
Phylogenetische Rekonstruktionsversuche durch
molekulare oder genetische Vergleiche liefern in Abhängigkeit von den gewählten
Proteinen und Genen zum Teil abweichende Verwandtschaftsbeziehungen und
verzwickte Ergebnisse. So ergab die bislang größte internationale
Vergleichsstudie bei 169 Vogelarten auf der Grundlage von 19 Genen, dass
Lappentaucher und Flamingos keine Wasservögel sind, Kuckuck und Tauben nicht nah
mit Landvögeln verwandt sind sowie Falken und Papageien am nächsten mit
Sperlingsvögeln verwandt sind. Beim Hoazin wurde keine verwandte Vogelgruppe
gefunden.
Das winzige Plattentier Trichoplax adhaerens besitzt lediglich vier
somatische Zelltypen, ist genetisch aber so reichhaltig wie Insekten oder Vögel.
Das Genom ist phänotypisch nur teilweise ausgebildet. Das Erbgut der Seeanemonen
und des Rotbraunen Reismehlkäfers ist dem der Wirbeltiere ähnlicher als dem der
Taufliege. Der kleine Wasserfloh übertrifft mit 30.907 Genen den Menschen mit
ungefähr 23.700 Genen.
Drittes Argument:
Alle fossil vollständig
überlieferten Lebewesen besitzen fertige Ausstattungen. Hinsichtlich ihrer
morphologischen und physiologischen Komplexität stimmen sie mit heutigen Arten
überein, die mit ihnen strukturell und funktionell vergleichbar sind. Ein
primitiv ausgestattetes Lebewesen ist bei Ein-, Mehr- und Vielzellern nicht
bekannt.
So ähneln die ältesten Mikrofossilien rezenten Einzellern. Bereits
vor vermutlich über drei Milliarden Jahren beherrschten Bakterien den komplexen
Vorgang der Photosynthese. Älteste Krebs- und Insektenfossilien besitzen
Komplexaugen wie die heutigen. Keine rezente Art der Krebs- und Spinnentiere,
der Tausend-, Hundert-, Zwerg- und Wenigfüßer, der Bienen, Wespen,
Schmetterlinge, Libellen, Fliegen, Grillen, Zikaden, Blattläuse, Ameisen, Käfer,
Wanzen, Termiten, Springschwänze, Flöhe und anderer Gliederfüßergruppen verfügt
über komplexere und schärfere Augen als die Trilobiten des Erdaltertums. Die
faltbaren Flügel der fossil ältesten Insekten ähneln denen der heutigen. Ein
knorpeliges Innenskelett weisen die ältesten und rezenten Chordatiere auf.
Viertes Argument:
Das explosionsartige Auftauchen einer Vielzahl
neuartiger Lebensformen zu verschiedenen geologischen Zeiten ist nach wie vor
ein noch nicht gelöstes Rätsel der Evolutionsbiologie. Hierbei handelt es sich
nicht um fossile Hinweise auf die Entstehung der Lebewesen, sondern um erhöhte
Einbettungsraten bei Sterbeereignissen. Die meisten Arten sind im Laufe der
Erdgeschichte ausgestorben. Von den geschätzten vier Milliarden Spezies, die auf
der Erde gelebt haben, hat nur etwa ein Prozent abermillionen Jahre lang bis
heute überlebt.
Wann und wie die verschiedenartigen Lebensformen der so
genannten Kambrischen Explosion und der Ordovizischen Explosion entstanden sind,
ist noch völlig ungewiss. Griffige naturwissenschaftliche Erklärungen liegen
bisher nicht vor. Dies gilt auch für das fossil schlagartige Auftauchen vieler
bedecktsamiger Pflanzenformen in der Kreide, rezenter Vogel- und
Säugetiergattungen im Tertiär und einer Fülle von neuen Lebensformen in den
anderen geologischen Zeiten. Eine höhere Sauerstoffkonzentration oder ein
spürbarer Temperaturanstieg stellen günstige Rahmenbedingungen dar, sind aber
keine kausalen Erklärungen.
Fünftes Argument:
Bei fossilen und
rezenten Arten finden sich Mosaiktypen mit Merkmalskombinationen taxonomisch
getrennter Gruppen. Fossilbelege sind Ichthyostega, Odontochelys, Darwinopterus
und Archaeopteryx. Ein heute lebender Mosaiktyp ist das Schnabeltier mit fisch-,
reptil-, vogel-, säugertypischen und einzigartigen Ausstattungen.
Die
evolutionsbiologische Deutung von Mosaiktypen als Übergangsformen überzeugt
nicht, da Mosaikformen über strukturell und funktionell fertige oder
zurückgebildete Ausstattungen verfügen, in phylogenetisch nicht passenden
Sedimentschichten abgelagert sind und/oder hinsichtlich ihres Merkmalsspektrums
mit mehr als zwei taxonomisch getrennten Gruppen stammesgeschichtlich verwandt
sind. Auf Grund ihrer morphologischen Ausstattung sind Mosaikformen an spezielle
Lebensräume wie Uferregionen mit sehr dichtem Pflanzengestrüpp optimal
angepasst.
Sechstes Argument:
Alle Stammbäume vielzelliger Lebewesen
brechen fossil irgendwann ab und werden somit für die Zeit davor rein
hypothetisch. Von keinem Vielzeller liegt bisher eine fossil dokumentierte
Entwicklungsreihe vor, die bis zu der einzelligen Ausgangsform zurückreicht.
Siebtes Argument:
Keinem Koryphäen oder Expertenteam der präbiotischen
Chemie ist es bisher experimentell gelungen, aus leblosen Ausgangsmaterialien
einen lebendigen Einzeller zu erzeugen. Aus den vorliegenden Versuchsergebnissen
ergibt sich die Folgerung: So ist es damals nicht gewesen; es müssen noch
weitere Arbeitshypothesen ersonnen und im Labor überprüft werden. Wie der erste
Einzeller auf der frühen Erde und eventuell auf anderen bewohnten Planeten
entstanden ist, lässt sich derzeit noch nicht erklären.
Achtes Argument:
Bei der Bildung von neuen Rassen, Unterarten, Semi-, Allo-, Para-, Megasub- und
Superspezies, Sub- und Intertriben, gattungs- und tribusübergreifenden Hybriden
sowie ähnlichen Taxa entstehen verschiedene Varianten vorhandener Baupläne.
Dieser beobachtbare Vorgang bekundet das Ausmaß des Artenwandels, ist aber kein
empirischer Beleg für die evolutionstheoretisch postulierte Weiter- und
Höherentwicklung.
Neuntes Argument:
Die Resultate der Mutationsforschung zeigen in eine
nicht-evolutive Richtung. Mutationen setzen die Existenz von Genen voraus. Nur
vorhandene Gene können mutieren.
Der Bildung von neuen Arten liegen Prozesse
wie Basenaustausch, Drehung, Umlagerung, Verdoppelung, Verlust, Hinzufügung von
Chromosomenabschnitten, innerzellulärer Transfer von genetischer Information,
Konjugation von Einzellern, virale Übertragung von Genen, Rekombination,
Hybridisierung, Endosymbiose oder eine andere epigenetische Regulierung zu
Grunde. Dabei haben die situativ besser angepassten Individuen eine höhere
Chance zum Überleben als diejenigen, denen die Fitnesssteigerung fehlt. Dieses
Geschehen mit unterschiedlichem Ausprägungsgrad bei den einzelnen Lebensformen
ist kein empirischer Beleg für die schrittweise Bildung von neuen Strukturen und
Stoffwechselformen, sondern bekundet das (epi)genetische und phänotypische
Variationspotenzial der Lebensformen.
Wie die diversen Ausstattungen fossiler
und rezenter Lebewesen durch die bisher bekannten Naturprozesse entstanden sein
könnten, ist ein noch nicht gelöstes Rätsel evolutionsbiologischer Forschung.
Der Hinweis auf gravierende Veränderungen durch das An- und Abschalten von
regulierenden Genen ist keine Erklärung, da Regulationsgene am Anfang von
längeren Nukleotidsequenzen stehen, die für die Synthese von strukturell und
funktionell vorliegenden Proteinmolekülen zuständig sind. Mit der schrittweisen
Entstehung von neuen Genverbänden für neuartige Strukturen und
Stoffwechselformen hat die Aktivität regulierender Gene nichts zu tun.
Die
Entdeckung von bereits über 2.000 Risikogenen für die (Mit)-Verursachung von
verschiedenen Erkrankungen des Menschen signalisiert längerfristig eine
genetische Verschlechterung, nicht eine Weiter- und Höherentwicklung des
Menschen zu einem Übermenschen. Ob dies auch die seit zwei Millionen Jahren um
ca. 30 Prozent reduzierte Knochenstärke und das in den letzten 10.000 Jahren
schrumpfende Gehirn anzeigen, dessen Volumen bei Europäern im genannten Zeitraum
um nahezu 20 Prozent geringer wurde, wird derzeit noch kontrovers diskutiert.
Zehntes Argument:
Der Mensch kann Gene und sonstige Ausstattungen
existierender Lebewesen manipulieren, aber keine Lebewesen mit neuen Organen
und/oder Stoffwechselformen erzeugen. Ob natürliche Prozesse, deren Ablauf durch
vorgegebene Gesetzmäßigkeiten und Zufallskomponenten gesteuert wird, dies
vermögen, ist bisher unbekannt.
Bei gentechnischen Experimenten werden
existierende Gene und Genome zielgerichtet verändert, etwa durch inner- oder
zwischenartlichen Gentransfer. Biologisch relevante Moleküle können chemisch
nachgebaut, verändert, neu kombiniert und auf andere Lebewesen übertragen
werden.
Das Erzeugen einer in der Lebenswelt noch nicht vorhandenen
Ausstattung würde eine Vielzahl neuer Gene erforderlich machen. Sie müssten in
einer die fehlerfreie Synthese des Biosystems gewährleistenden Reihenfolge
chromosomal angeordnet sein, strukturell und funktionell exakt aufeinander
abgestimmte Proteinmoleküle kodieren, von einem komplizierten Netzwerk reguliert
und bei Mutationen mit schädlichen Folgen repariert werden können. Über dieses
naturwissenschaftlich-technologische Know-how verfügt der Mensch offensichtlich
bislang nicht.
Wer behauptet, zukünftige Forschungen der Evolutionsbiologie
würden den Nachweis erbringen, dass aus den (epi)genetischen und phänotypischen
Ausstattungen der Arten im Verlauf der Generationenfolge neue Organe und
Stoffwechselformen hervorgehen, verlässt die empirische Betrachtungsebene und
begibt sich in spekulative Sphären.
Auf Grund der immensen Vielfalt noch
nicht gelöster Erklärungsprobleme ist das evolutionstheoretische Deutungsmonopol
als eine ideologische Sichtweise einzustufen.