Die Beurteilung durch das Lektorat

 

Die Inhaber/Verleger des Projekte-Verlags Cornelius GmbH und ein naturwissenschaftlich gebildeter Lektor haben sich sehr intensiv mit dem Inhalt der Darlegung auseinandergesetzt und am 21. November 2006 unter anderem die folgende Einschätzung vorgenommen:

 

Wilko Müller:

„Ist unsere heutige Ansicht von der Evolution der Lebewesen falsch?
Anhand einer Fülle von neuen Erkenntnissen der Paläontologie und anderer Wissenschaftsgebiete zeigt Klaus Wilhelm, dass unser übliches Bild von der eher geradlinigen Entwicklung der Lebewesen aus 'primitiven' Vorfahren zu heutigen Formen viel zu vereinfacht, wenn nicht sogar falsch ist.
Immer wieder erweist sich bei genauerer Betrachtung der viel beschworene 'Baum' der Abstammungslehre als Gebüsch, gar als undurchdringliches Dickicht. Und immer wieder treten neue Formen geradezu explosionsartig und ohne erkennbare Vor- und Zwischenformen auf, was im Widerspruch zu gängiger Lehrmeinung steht.
In zehn Abschnitten fasst der Autor die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen, die Zweifel an der Richtigkeit der bisherigen Auffassungen hervorrufen. Mit seinem Buch fordert er zum Umdenken und Neubewerten auf. Abschließend bietet er sein Konzept eines 'Offenen Alternativmodells' als Denkansatz zur Überarbeitung des neodarwinistischen Modells an.
Das Buch bietet einen guten Überblick über die Probleme, vor denen die Evolutionsbiologie steht.“

 

Konrad Potthoff:

„Die Evolutionstheorie ist in den letzten Jahren wieder in das öffentliche Interesse gerückt. Besonders seitdem es in den USA wieder erstarkte konservative Kräfte gibt, die aus religiösen Gründen den gesamten Darwinismus in Frage stellen.
Der Autor tut das nicht, wehrt sich aber dagegen, die allgemein akzeptierte Evolutionstheorie als Dogma zu begreifen.
Er trägt einerseits die Argumente (Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen) der auf Darwin basierenden Evolutionstheorie zusammen, andererseits naturwissenschaftliche Erkenntnisse, die diese in Frage stellen, bzw. durch diese nicht zu erklären sind.
In 13 Kernaussagen entwickelt er dann ein 'Offenes Alternativmodell', welches die bisherige Lehrmeinung und die dieser widersprechenden naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in einen Zusammenhang zu bringen versucht.
Dabei geht es dem Autor immer darum, dass Wissenschaft für neue Gedanken und Ideen offen sein muss. Von Kant ('Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!') und Popper ('Kritik statt Dogma! Wir wissen nicht, wir raten! Lasst Theorien sterben, nicht Menschen!') ermutigt, entwickelt er so sein offenes Alternativmodell, das nicht nur die Diskussion der Evolutionstheorie bereichern soll, sondern sich auch als Beitrag für eine niveauvollere Kultur des Streites auf wissenschaftlichem Gebiet begreift.
Deshalb ist es einem interessiertem Publikum zu überlassen, sich eine Meinung zu bilden, man sollte ihm dieses Buch in die Hand geben.“